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Bekannt ist
Namibia für seine bedeutenden Diamanten-Vorkommen;
sie spielen zwar keine so grosse Rolle mehr, wie zur Zeit der
kolonialen Abhängigkeit, machen aber immerhin auch heute
noch etwa ein Drittel der Ausfuhr-Erlöse des Landes aus.
Insgesamt
ist der Bergbau der wichtigste Wirtschaftszweig in Namibia, gefolgt
vom Tourismus. Namibia reizt vor allem durch seine grandiose
Natur. Es gibt mehrere wunderbare Nationalparks mit Löwen
und Giraffen, Elefanten,
Antilopen und Zebras. Der Etosha-Nationalpark - wohl eines
der bedeutendsten Naturschutzgebiete Afrikas - ist etwa so gross
wie ein deutsches Bundesland (über 22.000 km²). Mit etwa
200.000 Besuchern pro Jahr ist der Etosha-Nationalpark eines der
meistbesuchten Reiseziele des Landes. Neben den genannten Arten
ist es hier vor allem das Spitzmaulnashorn, dessen Vorkommen besondere
Beachtung verdient.
Zahlreiche
Vögel bevölkern den Park, besonders auffallende
Arten sind z.B. Paradies- und Kronenkranich, Sattelstorch, Racken,
Bienenfresser und der merkwürdige Sekretär, ein Greifvogel,
der seine Beute zu Fuss jagt.
Eine zweite
wichtige Attraktion ist das Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark
(Namib-Skelettküste-Nationalpark). Hier gibt es die berühmten
Dünen, die je nach dem Stand der Sonne in den unwahrscheinlichsten
Farben leuchten.
In den seltenen
Fällen, dass es regnet, füllt sich die Salzpfanne ("Vlei")
mit Wasser und bildet ein Eldorado vor allem für Vögel.
Das nebenstehende
Bild wurde dort aufgenommen.
Die Dünen
des Sossusvlei zieren unzählige Landschaftskalender, denn
es sind die farbenprächtigsten und - mit bis zu 400 m Höhe
- die höchsten Dünen der Welt.
Eine Besonderheit
des Landes und ja auch namensgebend ist zweifellos die Namib-Wüste.
die Namib zieht sich etwa 2000 Kilometer an der Atlantikküste
entlang; sie reicht bis nach Angola hinein. Obwohl direkt am Wasser
gelegen, ist es nur ein "Leeres Land". Ein Teil von
ihr ist die berühmte "Skelett-Küste", eine
Küstenabschnitt, der zahlreichen Schiffen zum Verhängnis
geworden ist.
Die Namib
ist ein Lehrbuch dafür, wie sich Pflanzen und Tiere an extreme
Lebensbedingungen anpassen können. Es ist ein faszinierender
Lebensraum, den zu erfahren ein ganz besonderes Naturerlebnis
ist.
Das Brandberg-Massiv,
zu dem auch der Königstein, der höchste Berg Namibias
gehört, liegt am Rande der Namib-Wüste, rund 90 km vom Atlantik
entfernt. Für die Herero, das hier ansässige
eingeborene Hirtenvolk, ist der Brandberg der "Berg der Götter"
(Omukuruwaro).
In der Tsisab-Schlucht
im Brandberg-Massiv können Sie über 45.000 Petroglyphen
bewundern, Felszeichnungen, die schon vor ca. 15.000 Jahren hier
eingeritzt wurden - wahrscheinlich aus spirituellen Gründen.
Die berühmteste Zeichnung ist sicherlich die "Weisse
Dame" (White Lady), die wohl kaum weniger bekannt ist,
wie die Werke DaVincis und Michelangelos.
Vielleicht
nicht dekorativ, aber wegen ihres Entwicklungszyklus und ihrer
Besonderheit berühmt ist die Welwitschie (Welwitschia
mirabilis), die nur in der Namibwüste vorkommt. Die krautig
wirkende Pflanze wird sehr alt (möglicherweise bis 2000 Jahre);
wie sie sich mit Wasser versorgt ist bis heute nicht vollständig
geklärt.
In den Steppen
Namibias und Südafrikas ist übrigens die Teufelskralle
beheimatet, die eine wichtige Heilpflanze gegen Rheuma und Arthrose
ist.
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